Beim Bettenkauf hellwach bleiben

HDH/VDM Verbände der Holz- und Möbelindustrie Press

October 22, 2014

Schlafzimmern & Kinderzimmern

Fürth. Wie man sich bettet, so liegt man. Wie wichtig dieser alte Sinnspruch im Alltag ist, erfährt jeder Deutsche täglich etwa sieben Stunden lang am eigenen Leib – das ist die durchschnittliche Schlafdauer hier zu Lande. Insgesamt verbringt der Mensch sogar rund ein Drittel seines Lebens im Bett. „Ein gutes Bett sollte uns also so wichtig sein wie kein anderes Möbelstück. Die richtige Unterlage spielt eine große Rolle, ob wir morgens erholt oder völlig gerädert aufstehen“, weiß Jochen Winning von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Winning empfiehlt deshalb, besonders beim Kauf eines neuen Bettes hellwach zu sein.

Mit den Tipps der DGM kann man schon im Möbelhaus erkennen, ob man sich im neuen Bett voraussichtlich entspannt zur Ruhe begeben kann. Da ist zunächst das Bett, bei dem vor allem die Größe stimmen muss. „Es macht keinen Sinn, wenn ein Zwei-Meter-Mann sich Nacht für Nacht verkrümmt in ein 1,80 Meter langes Bett zwängt. Betten mit Überlängen sind bei vielen Möbelherstellern auf Wunsch erhältlich“, rät der Möbelexperte. Auch die Höhe des Bettes ist wichtig. Für ältere Menschen sollte es etwa zehn Zentimeter höher sein, also 55 statt der üblichen 45 Zentimeter. Das erleichtert das bequeme Hinsetzen und Aufstehen. In jedem Fall muss der gesamte Bettaufbau stabil und absolut standsicher sein. Es darf auf keinen Fall wackeln oder wegrutschen. Auch knackende oder quietschende Betten können die Nachtruhe entscheidend stören.

Auf die Qualität von Matratze und Lattenrost kommt es an

Die Basis des Liegekomforts sind eine geeignete Matratze und ein gutes Lattenrost. Die Wirbelsäule muss so abgestützt werden, dass sie ihre natürliche S-Form behält. Beide sollten deshalb so kombiniert sein, dass Schultern und Becken tiefer einsinken können als der Rest des Körpers. Vor allem muss die Liegefläche ihre Eigenschaften dauerhaft behalten, denn nur so werden Rückenschmerzen und Haltungsschäden vermieden. Winning: „Probeliegen ist beim Matratzenkauf unbedingt notwendig. Bei einem Doppelbett empfiehlt es sich, entsprechend des unterschiedlichen Körpergewichtes, zwei unterschiedliche Matratzen zu wählen, die individuell auf die jeweilige Person abgestimmt sind“.

Optimal ist es, wenn die Härte des Lattenrostes im Schulter- und Beckenbereich variabel eingestellt werden kann. Denn oft hat man erst nach den ersten Nächten zu Hause ein Gefühl für die neue Unterlage und kann die Latten bei veränderten Schlafbedürfnissen nachspannen. Sehr komfortabel und praktisch sind Verstellmöglichkeiten von Kopf- und Fußteil. Besonders geschätzt wird eine auf Knopfdruck veränderbare Neigung wenn man durch Krankheit längere Zeit ans Bett gebunden ist. Der Verstellmechanismus muss aber robust genug sein, damit er nicht wackeln oder sich gar verbiegen kann. Die Liegefläche des Lattenrostes darf die Matratze auf Dauer nicht beschädigen. Auf glatte Oberflächen ist deshalb zu achten.

„Goldenes M“ kennzeichnet hochwertige Betten und ab 2013 auch Matratzen

„Die überprüfte Qualität des gesamten Bettes ist auf einen Blick am Gütezeichen Goldenes M zu erkennen“, rät Winning. Im Möbelprüflabor lässt die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel auch Betten und Matratzen härtesten Tests unterziehen: So werden zum Beispiel Matratzen getestet, indem auf einem Prüfstand eine 130 Kilogramm schwere Holzwalze tausende Male darüber gerollt wird. Ein Computer registriert den Leistungsabfall der Matratze und zeichnet ihn auf. „Damit wird simuliert, dass sich jeder Mensch mindestens 20 Mal pro Nacht im Bett herumdreht“, erklärt Winning. Nur was diese Tests zur Zufriedenheit der Prüfer übersteht, erhält das wichtigste Qualitätszeichen für Möbel, das „Goldene M“.

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Weitere Informationen gibt es unter www.dgm-moebel.de